Sumatra

Nachdem ich vier Wochen alleine unterwegs war, begleitete mich Céline nach Sumatra. Sumatra ist die sechtsgrösste Insel der Welt und gehört wie Lombok zu Indonesien. Da der öffentliche Verkehr der Insel etwas zu wünschen übrig lässt und wir nicht Monate Zeit hatten, beschränkten wir uns auf den Norden der Insel.

Bukit Lawang

Das Dorf Bukit Lawang liegt nordöstlich von Medan, der Hauptstadt von Sumatra, am Rande des Gunung Leuser Nationalparks. Obwohl die Distanz zwischen den zwei Orten auf der Karte gering aussieht, dauerte es ca. 4 Stunden bis wir die 100km geschafft hatten. Das liegt daran, dass der Verkehr aus der Stadt hinaus grässlich war und es kurz nach Medan nur noch teilweise befestigte Strassen gab.

Tags darauf starteten wir unser zweitägiges Abenteuer in den Regenwald. Bukit Lawang war früher für die Orang Utang Auffangstation bekannt, die es heute nicht mehr gibt. Denn sämtliche Orang Utans konnten wieder ausgewildert werden. Dennoch gibt es einige von ihnen, die immer etwas in der Nähe bleiben. Auf der schweißtreibenden, sechsstündigen Wanderung durch den Regenwald, konnten wir ca. 10 erwachsene Orang Utans sowie 3 Baby-Orang Utans sehen. Zudem kreuzten wir die Wege von vielen anderen Affen und kleineren Tierchen. Eigentlich sind im Nationalpark auch Elefanten und Tiger ansässig, aber für diese Tiere müsste man viel weiter in den Wald vordringen und so ambitioniert sind wir dann doch nicht.

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Geschlafen haben wir in einem Camp am Ufer eines Flusses und noch nie hat ein Sprung ins kalte Wasser so gut getan wie nach dieser Wanderung. Ausserdem wurden wir ununterbrochen mit leckerem Essen und frischen Früchten gestärkt, was unschlagbar war. Am nächsten Tag fuhren wir mit Schlauchbooten den Fluss hinunter zurück nach Bukit Lawang.

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Übernachtungscamp am Fluss
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Leckere Zwischenverpflegung

Berastagi

Unsere Reise führte weiter ins Landesinnere nach Berastagi. Berastagi liegt im Hochland, umgeben von Vulkanen. Die bekanntesten sind der Mt. Sibayak und der Mt. Sinabung, welcher erst im Frühling dieses Jahres ausgebrochen ist.

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Aussicht auf Mt. Sinabung von Gundaling Hill

Wir genossen den Sonnenuntergang auf Gundaling Hill mit Sicht auf den Mt. Sinabung bevor wir am nächsten Tag früh aufgestanden sind, um uns den Sonnenaufgang auf dem Mt. Sibayak anzuschauen. Leider hatten wir nicht so viel Glück, da der gesamte Gipfel umgeben von Wolken war. Auf dem Weg hinunter legten wir einen Stopp im Krater ein, wo teilweise warmer Dampf austritt, was sehr angenehm war, nachdem wir uns den A**** abgefroren haben auf dem Gipfel. Am Fusse des Vulkans gibt es zudem diverse Hotsprings, wo wir uns im Anschluss etwas entspannt haben.

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Im Krater des Mt. Sibayak

Sipiso-Piso Wasserfall

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, legten wir einen Stopp beim Sipiso-Piso Wasserfall ein. Der soll gemäss Reiseführer der vierthöchste in Südostasien sein und wir waren doch recht beeindruckt. Es gäbe die Möglichkeit die Treppen bis zum Wasserfall hinabzusteigen, aber da wir uns die Tage zuvor schon viel bewegt hatten, pausierten wir nach einem Drittel und genossen die Aussicht von dort. Vom Wasserfall hätte man ausserdem einen Ausblick auf den Lake Toba. Wenn es nicht bewölkt gewesen wäre…

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Sipiso-Piso Wasserfall

Lake Toba

Von dem Wasserfall fuhren wir über Berge dem See entlang bis nach Parapat. Die Fahrt wäre wahrscheinlich atemberaubend schön, jedoch war es immer noch recht neblig und bewölkt. Von Parapat legte die Fähre nach Samosir Island ab. Lake Toba ist der grösste Kratersee der Welt und Samosir Island die Insel, welche sich aus dem Kratersee erhebt.

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Ausblick auf den Lake Toba

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In den nächsten zwei Tagen erkundeten wir die Insel mit einem Scooter und waren dankbar, dass sich die meisten Touristen nicht aus dem Hauptort Tuk Tuk wagen. Dementsprechend hatten wir die meisten Aussichtspunkte für uns und konnten die Landschaft ungestört auf uns wirken lassen. Uns hat es fast ein wenig an die Schweiz erinnert, mal abgesehen davon, dass traditionelle Batakhäuser hin und wieder die Umgebung zierten.

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Traditionelles Batak Haus

Lake Toba war der perfekte Abschluss unserer Woche in Sumatra. Die Insel hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Nach den wunderschönen Stränden von Lombok war die wilde, teilweise unberührte Natur von Sumatra (wir blenden die Palmölplantagen mal aus) eine super Abwechslung und ich würde gerne wiedermal zurückkommen, um weitere Teile der Insel zu erkunden, da wir doch nur einen Bruchteil gesehen haben.

Eine Antwort zu „Sumatra“

  1. Hallo, liebe Marina! Vielen Dank für diesen umfangreichen Einblick in Sumatra. Ich selbst war noch nicht da, „but it’s on my list“, hehehe. Bist Du noch in Indonesien unterwegs? Ich hoffe, Du bist in Sicherheit (wegen der traurigen Tsunami-Nachrichten am Freitag).
    Was ich am Reisen in die tropischen Länder liebe, ist auf jeden Fall das frische Obst. Der Obstteller sieht fantastisch aus!
    Eine kleine Frage hätt ich da noch: Wie anstrengend ist der Aufstieg auf den Mt. Sinabung? Mega oder gut machbar?
    Liebe Grüße aus Vancouver, Joanna 😀

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