Nach Indonesien stand endlich ein Land auf dem Plan, welches wir bisher noch nicht kannten – Thailand. Also bald, denn auf dem Weg von Indonesien nach Thailand, legten wir einen Zwischenstopp in Kuala Lumpur ein.
Kuala Lumpur
Sämtliche Flüge von Lombok nach Bangkok machen einen Zwischenhalt in Kuala Lumpur. Daher liessen wir es uns nicht entgehen, den neusten Bewohner der Stadt – Beni – zu besuchen. Denn er zog eine Woche zuvor für einen neuen Job in die Hauptstadt Malaysias. Kevin und ich waren bereits 2018 dort, aber es konnte sicher nicht schaden, Kuala Lumpur noch etwas besser kennenzulernen.

Und besser kennengelernt haben wir insbesondere die Küche Malaysias, welche Einflüsse aus dem ganzen asiatischen Raum hat, insbesondere aus China und Indien. Am ersten Abend haben wir uns nach einem chinesischen Abendessen im Stadtteil Jalan Alor vergnügt (Streetfood Meile), danach gab es einmal Indisch und am letzten Abend nötigte ich die Herren, ein vegetarisches malaysisches Restaurant zu besuchen.

Den Tag hindurch haben wir jeweils nicht viel gemacht, ausser durch die grossen Shoppingcenter rund um die Petronas Towers zu schlendern und einen Tempel etwas ausserhalb zu besuchen.

Nach 3 Tagen konnten wir unser Fazit von 2018 nochmals bestätigen. Kuala Lumpur ist eine nette Stadt für einige Tage, wird jedoch nie unsere Lieblingsstadt werden.

Bangkok
Eine Stadt, welche wir jedoch sehr schnell ins Herz geschlossen haben, war Bangkok. In einem aufgemotzten Auto und mit Vollgas manövrierte uns ein Grab Fahrer zu unserer Unterkunft in der Nähe von Chinatown. Da es schon bald Abendessenszeit war, spazierten wir durch die vielen kleinen, lebendigen Gassen in ein nahegelegenes thailändisches Restaurant und gönnten uns die ersten thailändischen Speisen. Schon dort mussten wir uns eingestehen, dass uns die thailändische Küche weitaus besser schmeckt als die etwas langweilige indonesische. Und schon am ersten Abend genossen wir unseren ersten Mango Sticky Reis, den wir danach in Thailand unzählige Male wieder bestellten.

Am nächsten Tag hatte Kevin Geburtstag, was wir zum Anlass nahmen, einen reichhaltigen Brunch zu verzehren. Als kleine Überraschung gab es Kuchen mit Kerzli, sodass es sich ein bisschen wie Geburtstag anfühlte.

Um diese üppige Mahlzeit zu verdauen, schlenderten wir während der Mittagszeit durch die Stadt an den Fluss und beobachteten währenddessen das Geschehen auf den Strassen. Mit dem lokalen Boot (welches übrigens ein Zwanzigstel des Touristenboots kostet) sind wir in Richtung des grossen Palasts gedüst. Dort angekommen, ergatterte sich Kevin Elefanten-Hippie-Hosen, da man diese Anlage nicht mit Shorts besuchen darf. War ein netter Anblick 😂.



Zuerst schauten wir uns den Wat Phra Kaeo an, welcher mit dem grossen Palast zusammenhängt, und waren echt beeindruckt von der schönen Architektur. Der Eintritt war zwar nicht ganz günstig, aber im Gegensatz zu anderen Orten, die wir im Frühjahr besucht haben (z.b. Chichen Itza in Mexiko), war die Tempelanlage sehr gepflegt und nicht übermässig voll mit Besuchern.

Nach einer kurzen Pause besuchten wir einen weiteren Tempel namens Wat Pho gleich nebenan. Dieser Tempel ist unter anderem bekannt für die 46 Meter lange und 15 Meter hohe vergoldete liegende Buddha-Statue. Da wir erst am späteren Nachmittag dort waren, hatte es fast keine Besucher mehr und wir konnten den Tempel in aller Ruhe besichtigen und bestaunen.

Danach sind wir mit dem öffentlichen Boot ein Stück zurückgefahren und den restlichen Weg zu Fuss gegangen, da die Taxis und Grabs dank der Rushhour ein halbes Vermögen gekostet haben.

Später liefen wir zuerst den Streetfood Ständen in Chinatown entlang, um etwas zu essen und danach fuhren wir in das Stadt- bzw. Rotlichtviertel rund um Nana’s Plaza. Ich war zumindest etwas erschüttert darüber, wie viele grüselige, alte Männer sich dort herumgetrieben haben. Wir setzten uns in eine Bar mittendrin und schauten dem bunten Treiben rundherum zu, während wir einige Bierchen genossen haben.


Am nächsten Tag stand eine Velotour mit kulinarischer Begleitung durch das alte Bangkok auf dem Plan. Mit unserem Guide Wat fuhren wir durch die engen Gassen, vorbei an Hauseingängen und den Kanälen entlang, wobei wir immer wieder thailändische Köstlichkeiten probierten und etwas historischen Kontext dazu erhielten. Zudem haben wir einige Tempel besucht und einen Grobabriss über den Buddhismus und die thailändische Kultur erhalten. Als es monsunartig zu schütten begann (offensichtlich war die Regenzeit noch nicht ganz vorbei), suchten wir Schutz bei einem Stand und probierten einheimische Früchte. Abgerundet wurde der ganze Nachmittag bzw. Abend bei einer thailändischen Familie, welche auch für die lokale Community kocht. Der Ausflug war echt super, da wir einen Eindruck darüber erhalten haben, wie der Alltag der Thais in Bangkok effektiv aussieht.
Am Abend zog es uns in die berühmt-berüchtigte Khaosan Strasse, wo sich vor allem Touristen zum Feiern wiederfinden. Nachdem wir durch die Strasse, zwischen Bars mit ohrenbetäubender Musik, gequält haben, liessen wir uns an einem Ort gleich am Ende der Strasse nieder, wo der Lärm nicht ganz so unangenehm war. Vielleicht haben wir uns dort den ein oder anderen Cocktail in Kübelform gegönnt. Die einen etwas mehr als die anderen. Vielleicht sind wir danach mit dem Tuktuk quer durch die Stadt in ein zwielichtiges Etablissement gescheppert. Vielleicht sind wir danach nochmals zurück in die Khaosan Strasse, weil wir offensichtlich noch nicht genug hatten. Und vielleicht sind wir am nächsten Morgen mit einem üblen Kater zehn Minuten vor Schluss zum Hotelfrühstück geeilt und danach wieder ins Bett gekrochen. Wer weiss 😅.


Am späteren Nachmittag, als ich wieder frisch und munter war während Kevin noch um sein Leben kämpfte, fuhren wir in das MBK Shoppingcenter, um Kevin lange Hosen für den bevorstehenden Abend zu besorgen. Schöne nämlich, keine Hippie-Hosen! Denn am Abend haben wir mit Pädi abgemacht, einem Freund von Kevins Eltern, welcher sich unter anderem in Bangkok niedergelassen hat. Er hat uns die Gegend rund um seine Wohnung gezeigt, wo viele Expats heimisch sind. So viel mir ist, hat der Stadtteil Sukhumvit geheissen. Zuerst besuchten wir eine Bar zum Apero, danach gab es etwas leckeres Westliches zu essen. Später besuchten wir die Rooftop Bar „Above Eleven“, von der man eine spektakuläre Aussicht auf die Skyline Bangkoks hatte. Abgerundet haben wir den Abend in einer versteckten Bar namens „Havana Social“, welche ganz nach dem Motto „Kuba“ eingerichtet worden ist. Dieser Abend war der (vorerst) perfekte Abschluss in einer liebgewonnenen Stadt. Einen herzlichen Dank an Pädi an dieser Stelle ☺️!

Wir freuen uns schon auf unsere Rückkehr im Dezember, denn wir fliegen via Bangkok wieder zurück in die Schweiz.
Chiang Mai
Von Bangkok schnappten wir uns den Flieger in den Norden Thailands – Chiang Mai. Am ersten Tag in Chiang Mai machten wir nicht viel, ausser die bekannte Suppe des Nordens namens „Khao Soi“ zu kosten. Dies ist eine Art Curry-Kokusnuss-Brühe mit Nudeln und diversen Suppeneinlagen. Richtig lecker!

Am nächsten Morgen testeten wir das örtliche Gym, lagen am Pool und machten uns am späteren Nachmittag dazu auf, den „Wat Phra That Doi Suthep» anzuschauen – einen Tempel der auf einem Berg mit Blick auf Chiang Mai steht. Kaum haben wir mit unserem Roller die Stadt verlassen, kühlte es merklich ab und war richtig angenehm. Zum Tempel führten mehr als 300 Stufen. Daher haben wir uns vorab schonmal mit einer Waffel am Stiel gestärkt.

Der Tempel selbst war zum Sonnenuntergang gut besucht, aber trotzdem nicht überlaufen. Der vergoldete königliche Tempel war sehr ansehnlich und die Aussicht auf Chiang Mai war auch sehr schön.
Pai
Nachdem wir in Chiang Mai noch ausgiebig gebruncht haben, fuhren wir frühzeitig zum Busterminal, um im Minibus einen guten Platz für Kevin zu ergattern. Kurz vor der Abfahrt hat der Fahrer festgestellt, dass er uns dem falschen Bus zugewiesen hat. Toll! Das bedeutete letzte Reihe für uns im neuen Bus und einen zwischenzeitlichen Stimmungsdämpfer. Anschliessend manövrierte unser Fahrer den Minivan um hunderte von Kurven, bevor wir dann nach 3 Stunden in Pai angekommen sind. Unsere Unterkunft lag etwas ausserhalb der Stadt inmitten von Reisfeldern und die Idylle begeisterte uns sogleich.

Am Abend fuhren wir ins Städtchen und genossen diverse Leckereien auf dem Nachtmarkt. Danach haben wir eventuell von einer Gesetzeslockerung in Thailand Gebrauch gemacht und uns anschliessend die Bäuche mit Snacks vollgeschlagen. Vielleicht auch nicht, wer weiss.. 😄

Am nächsten Morgen düsten wir zu Reisfeldern in der Nähe, da über denen eine Art Bambusbrücke gebaut worden ist. Die Landschaft war wunderschön, mehr gibt’s da dazu eigentlich nicht zu sagen.

Zurück in Pai gönnten wir uns erstmals unsere erste Thai-Massage, wobei man hier erwähnen muss, dass Kevin nicht ins angebotene Kostüm gepasst hat und mit seinem Shirt auf die Matte liegen musste 😄.

Am späteren Nachmittag gingen wir noch einmal los, um uns den Sonnenuntergang beim Pai Canyon anzuschauen. Leider waren wir nicht die Einzigen mit dieser Idee und darum war es auch so mittel-idyllisch.

Am nächsten Morgen um 7 Uhr in der Früh sollte unser Bus zurück nach Chiang Mai starten, das vorallem, weil alle anderen Busse bereits ausgebucht waren. Um 06.48 wachte Kevin erschrocken auf. Der Wecker hatte versagt. Im Turbotempo haben wir unser sieben Sachen gepackt und zum Glück hat unser Fahrer gewartet und konnte uns gerade noch rechtzeitig an den Busbahnhof fahren.

Zurück in Chiang Mai haben wir abgesehen von einem Kochunterricht nicht viel gemacht. Dank dem Kurs wissen wir jetzt auch wie Frühlingsrollen, Pad Thai, Currypaste sowie das zugehörige Curry und Mango Sticky Rice hergestellt werden.
Chiang Rai
Unsere vorerst letzte Station in Thailand war Chiang Rai. Im Schneckentempo schleppte sich unser Bus durch die Gegend, bevor wir uns endlich an unserem Zielort befanden. Die Stadt selbst war gar nichts Spezielles, ist aber der Ausgangspunkt für den weissen Tempel sowie für den Grenzübertritt nach Laos.

Also mieteten wir uns wie immer einen Roller und besuchten zuerst den blauen Tempel von Chiang Rai. Dieser ist relativ neu und wie es der Name schon erahnen lässt, komplett blau. Schön, wenn auch etwas kitschig.

Danach dauerte es nochmals 20-30 Minuten Fahrt zum weissen Tempel. Auch dieser – komplett weiss und wunderschön bis ins letzte Detail. Und auch wenn Chiang Rai nichts Aussergewöhnliches ist, der Besuch des Tempels lohnt sich allemal.

Am Abend genoss ich meine letzte Khao Soi Suppe und wir schlenderten nochmals durch den Nachtmarkt bevor der letzte Abend in unserem liebgewonnen Thailand leider schon vorbei war. Am nächsten Morgen setzten wir uns in den lokalen Bus in Richtung thai-laotische Grenze.
Wir hätten nicht gedacht, dass uns Thailand so gut gefällt und haben es fast etwas bereut, nicht mehr Zeit dort eingeplant zu haben. Aber wenn alles so kommt wie geplant, kehren wir im Dezember vor unserem Rückflug in die Schweiz nochmals für einige Tage ins Land des Lächelns zurück. Ihr dürft also gespannt sein 😇.















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