Südtirol

Im August 2017 verbrachten wir einige Tage im Südtirol, was nur einige Stunden von dem Ort, an dem wir wohnen, entfernt liegt. Mit gepackten Koffern fuhren wir los in Richtung Kanton Graubünden und nachdem wir mehrere Pässe überquert hatten landeten wir in Meran, Italien.

Meran

Meran ist eine kleine Stadt die zwischen Bergen eingebettet liegt. Wir besuchten das Schloss Trauttmannsdorf, schlenderten durch die Stadt und liessen es uns gutgehen (Looking at you, desserts!).

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Schloss Trautmannsdorf mit dem bekannten botanischen Garten

Nach zwei Tagen in Meran brachen wir auf in Richtung Val Gardena. Das Tal  liegt auf der Karte relativ nah bei Meran, tatsächlich nahm der Weg eine längere Zeit in Anspruch. Dies spielte jedoch keine Rolle, da die Passüberquerungen immer wieder neue Ausblicke boten.

Lago di Carezza

Wir legten einen Stop beim Lago Di Carezza (dt. Karersee) ein und wurden nicht entäuscht. Fünf Minuten vom Parkplatz entfernt bot sich uns dieses Panorama. Wir waren zwar nicht die einzigen Besucher, jedoch war es noch ganz angenehm. Der See ist in 20min umrundet, was eine gute Gelegenheit war, die Beine etwas zu lockern. Definitiv empfehlenswert!

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Lago Di Carezza

Val Gardena

Die nächste Passstrasse führte uns über den Sellajochpass ins Val Gardena. Ein weiteres Mal wurden wir mit einer traumhaften Aussicht belohnt.

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Sellajochpass

Am nächsten Tag nahmen wir die Gondelbahn hoch auf die Seiser Alm und bereits nach dem Ausstieg bot sich uns diese Aussicht (Bild unten).

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Seiser Alm mit Aussicht auf die Langkofelgruppe

Da wir nicht allzu früh aufgestanden sind, haben schon diverse andere Menschen den Weg hoch zur Seiser Alm gefunden, also entschlossen wir uns für den etwas intensiveren Wanderweg hoch zur Tierser Alpl-Hütte. Die Hütte lag auf rund 2’440 m.ü.M. und der letzte Aufstieg war zumindest für mich nicht gerade ein Zuckerschlecken. Belohnt wurden wir einmal mehr mit einer überwältigenden Aussicht sowie Knödel und Apfelsaft 😉

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Rifugio Alpe di Tires (dt. Tierser Alpl)
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Tierser Alpl (Rifugio Alpe di Tires)

Nach dem Mittagessen wagten wir den Abstieg auf die Seiser Alm und dabei bot sich uns eine andere (wunderschöne) Perspektive auf die Alm. Bei unserer Rückkehr ins Hotel gönnten wir uns den Gang in die Sauna und den Whirlpool, sodass wir fit für den nächsten Tag waren.

Fazit: Die erweiterte Rundwanderung hat sich echt gelohnt!

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Seiser Alm

Tre Cime di Lavaredo

Die Drei Zinnen, wie sie auch genannt werden, waren schon länger auf meiner To-Do-Liste. Also brachen wir morgens in Richtung Cortina d’Ampezzo auf, um auch diese Wanderung in Angriff zu nehmen. Einmal mehr haben wir die Distanzen im Südtirol unterschätzt und erreichten den Parkplatz der Drei Zinnen erst kurz vor Mittag. Leider waren wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die einzigen, sodass insbesondere der Anfang der Wanderung regelrecht einer Völkerwanderung glich. Nichtsdestotrotz ist die Aussicht auf die Berge rundherum wirklich sehenswert.

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Aussicht bei der Wanderung um die Drei Zinnen

Nach ca. 1 Stunde Wanderzeit bauten sich die mächtigen drei Türme vor uns auf und der Anblick brachte mich echt ins Staunen. Die höchste Erhebung der Gruppe ist die 2999 m hohe Große Zinne. Da das Restaurant auf halbem Weg aus allen Nähten platzte, entschieden wir uns, die Wanderung mit leerem Magen fortzusetzen. Unsere Wanderzeit betrug ca. 3 Stunden und die Wanderung selbst war nicht wirklich anstrengend (mal abgesehen davon, dass die Beine noch vom Vortag schmerzten).

Fazit: Schöne Wanderung, nicht so anspruchsvoll, jedoch würde ich nie wieder im August dorthin, wenn sich halb Italien auch dort befindet!

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Tre Cime Di Lavaredo (dt. Drei Zinnen)

Lago di Braies

Auf unserem Weg nach Österreich wollte ich unbedingt noch einen Abstecher zum Lago di Braies unternehmen. Da dieser mit dem Auto erreichbar ist, war der Besucheransturm gross. Dies führte dazu, dass wir zunächst eine längere Zeit im Stau steckten und dann angewiesen wurden zurückzufahren, da alle Parkplätze besetzt waren. Wir liessen uns jedoch nicht davon abbringen und parkierten das Auto im Wald. Beim See angekommen, war von der Idylle von den Bildern nichts vorhanden. Der See ist wirklich schön, aber die Anzahl der Besucher machte alles zunichte. Daher schossen wir einige Bilder und stiegen danach wieder in unser Auto.

Fazit: Der See ist ganz in Ordnung, jedoch würde ich nicht empfehlen Mitten in den Sommerferien zu gehen. Zudem finde ich, dass es schönere, ruhigere Plätze gibt, als der Lago di Braies.

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Lago di Braies (dt. Pragser Wildsee)

Alles in allem waren wir total begeistert vom Südtirol und obwohl wir auch in der Schweiz gelegentlich in den Bergen sind, war das Südtirol doch etwas Neues für uns. Die Natur, das Essen sowie die Leute sind echt top und ich würde sofort wieder gehen. Dieses Mal einfach etwas länger als 5 Tage, weil es noch viel mehr zu sehen gäbe.

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